Ratgeber · Bauträger

Vertriebsstart-Checkliste: Was vor dem ersten Bauschild erledigt sein muss.

Zwölf Punkte in der Reihenfolge, in der sie erledigt werden sollten – und was passiert, wenn einer fehlt.

Vor dem ersten Bauschild müssen drei Dinge stehen: eine Projektseite, auf der man anfragen kann, ein Eingang, in dem jede Anfrage mit Einheit und Absender ankommt, und eine Person, die innerhalb eines Werktags antwortet. Alles andere – Kampagne, Unterlagen, Bauzaun – baut darauf auf.

Warum die Reihenfolge zählt

Ein Bauschild erzeugt Anfragen ab dem Tag, an dem es steht. Wenn dann die Seite fehlt, landen Interessenten beim Wettbewerb oder in einem Postfach ohne Zuständigkeit. Die häufigste Ursache für lange Standzeiten ist nicht zu wenig Werbung, sondern ein Vertriebsstart, der vor dem Anfrageweg kommt.

Die zwölf Punkte

Vor dem Bauschild

  1. Einheitenliste mit Status. Jede Einheit mit Nummer, Größe, Preis und Status (frei, reserviert, verkauft) – in einer Quelle, die Vertrieb und Website nutzen.
  2. Projektseite mit Anfrage je Einheit. Kein Kontaktformular „Interesse an Wohnung“, sondern die Anfrage zur konkreten Einheit.
  3. Ein Eingang für alle Anfragen. Formular, Telefon und Portal münden an derselben Stelle, mit Quelle und Zeitstempel.
  4. Zuständigkeit und Frist. Wer antwortet, wer vertritt, bis wann. Eine Seite, unterschrieben.
  5. Unterlagen anforderbar. Exposé und Grundrisse werden angefordert, nicht verschickt – so kennen Sie jeden Interessenten.
  6. Datenschutz geklärt. Datenschutzerklärung, Einwilligung im Formular, keine Werkzeuge, die ein Banner erzwingen, solange nicht nötig.

Mit dem Bauschild

  1. Bauschild und Bauzaun mit messbarer Quelle. Eine eigene Adresse oder ein Zusatz, damit Sie wissen, welche Anfrage vom Schild kommt.
  2. Kampagne mit Budgetplan. Suche zuerst, soziale Netzwerke dazu, Zeitfenster und Budget je Woche festgelegt.
  3. Wochenbericht. Anfragen je Quelle, Kosten je Anfrage, offene Rückrufe. Eine Seite, jede Woche.

Nach dem Start

  1. Wiedervorlage. Wer angefragt und nicht reserviert hat, bekommt zum vereinbarten Zeitpunkt den nächsten Schritt.
  2. Übergabe an den Vertrieb mit Status. Reservierung, Notartermin, Übergabe – der Status wandert mit der Anfrage.
  3. Nullpunkt festhalten. Anfragen und Reservierungen der ersten vier Wochen sind der Vergleichswert für alles danach.

Wann die Liste nicht passt

Bei Projekten mit wenigen Einheiten und Warteliste reicht ein sauberer Eingang mit Zuständigkeit; die Kampagne können Sie sich sparen. Bei Vertriebsstarts über einen Partner gilt die Liste trotzdem – dann ist der Partner die zuständige Person, und die Übergabe muss vereinbart sein.

Stand

Erstfassung Datum. Wird überarbeitet, sobald aus den Fallbeispielen belastbare Zahlen vorliegen.

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